Investitionen in die Zukunft mit Windenergie

Windenergie ist ein wichtiger Baustein für eine Energieversorgung, die auf erneuerbare Energiequellen setzt. Mit der Akquise von Windparks in Deutschland treibt schweizstrom-Schwester EBL Wind Invest (EWI) gemeinsam mit ihren Investoren die Energiewende tatkräftig voran.

Windenergie ist nachhaltig. Bei der Stromproduktion ist sie C02-neutral. Lokal vorhandener Wind versetzt die Rotorblätter einer Windkraftanlage in eine Drehung; ein dadurch angetriebener Generator wandelt die so erzeugte mechanische Energie in elektrische Energie um. Über das öffentliche Netz gelangt der Strom in die Haushalte. Auch während der gesamten Lebensdauer von rund dreissig Jahren, haben Windkraftanlagen im Vergleich zu konventionellen Energieproduktionsanlagen eine sehr gute Ökobilanz. Fast alle Bauteile lassen sich wiederverwerten oder rückstandsfrei entsorgen. Der gesamte Rückbau des Windparks wird nicht von der Öffentlichkeit finanziert sondern vom Betreiber selbst. Somit hinterlässt Windkraft am Betriebsende den Bürgern keine Altlasten. Da der erneuerbare Windstrom zu zwei Drittel im Winterhalbjahr produziert wird, ist er zudem eine ideale Ergänzung zu Solar- und Wasserkraft, die ihrerseits im warmen Halbjahr mehr Ertrag produzieren.

Gute Rahmenbedingungen in Deutschland

Im Vergleich mit Europa wird in der Schweiz die Windkraft so gut wie nicht genutzt. Aktuell zählt die Schweiz 37 Grosswindanlagen. Ganz im Unterschied zu unserem Nachbarn Deutschland, der bereits in den 90er Jahren einen wahren Windenergie-Boom erlebte. Dort produzieren mittlerweile 27´000 Windkraftanlagen Strom. Um von den Erfahrungen und dem Know-how der Deutschen zu lernen, hat die EBL, das Mutterhaus von schweizstrom, 2012 im ostdeutschen Bundesland Brandenburg einen Windpark mit fünf Windkraftanlagen in Betrieb genommen. «Wir haben mit unserem Windpark in Möthlitz gute Erfahrungen gemacht und konnten viel Kompetenz aufbauen», sagt Martin Strohmaier, EBL Projektleiter Wind- & Wasserkraftwerke. Die Rahmenbedingungen für Windkraftprojekte seien in der Schweiz schwieriger, erklärt er weiter, der Ausgang von Genehmigungsverfahren oftmals ungewiss. «In Deutschland hingegen besteht bereits ein Markt für erneuerbare Energien. Es gibt etablierte Genehmigungsverfahren, zügige Entscheide, eine gute Anbietersituation, eine klare Vergütungsstruktur und seit Jahren praktizierte Regeln für den Betrieb. Damit werden Investitionen deutlich besser kalkulierbar.»

Nachhaltige Investitionen in nachhaltige Energie

Die EBL hat in den vergangenen vier Jahren mit Machbarkeitsstudien drei Standorte im Kanton Basel-Landschaft geprüft, um dort in Windkraft zu investieren. Letztlich scheiterten diese Investitionen an den unklaren Verfahrenswegen und der künftigen Vergütungsregelung. Trotzdem möchte die EBL das eigene Wissen im Bereich Windkraft nutzen und in weitere Windparks investieren. Daher gründete die EBL im November 2016 die EWI als Schweizer Aktiengesellschaft, die ausschliesslich in deutsche Windparks investiert. Mit der EWI hat die EBL die Möglichkeit, in eine deutlich grössere Anzahl von Windparks zu investieren, als sie es alleine könnte. Während die EBL mit 25 Prozent der grösste Investor ist, bietet die EWI institutionellen Investoren aus der Schweiz nachhaltige Investitionen mit langfristig attraktiven Renditen.

Eine weitere Finanzierungsrunde

Im letzten Jahr hat EWI ihr Windkraftportfolio in Deutschland signifikant erweitert. Sie sicherte sich fünf weitere Windparks mit einer Gesamtleistung von etwa 40 Megawatt. Und in diesem Jahr sind bereits weitere 17 MW hinzugekommen. Somit betreibt EWI zwei Jahre nach Gründung zehn Windparks mit einer Gesamtleistung von 102 Megawatt und mit einer jährlichen Produktion von rund 268 Millionen kWh, was dem Verbrauch von rund 65‘000 Haushalten entspricht. Wenn es nach dem Verwaltungsratspräsidenten Tobias Andrist geht, ist das Wachstum noch lange nicht abgeschlossen: «Wir sind mit den bis jetzt getätigten Investitionen äusserst zufrieden und wollen weiter nachhaltig wachsen. Aus diesem Grund haben wir eine weitere Finanzierungsrunde für institutionelle Investoren gestartet. Unser Ziel ist es, das Eigenkapitalvolumen von aktuell 80 Millionen Euro auf bis zu 150 Millionen zu erhöhen.» Somit wird die EBL Windinvest AG weitere Akquisitionen tätigen und gemeinsam mit ihren Investoren – Pensionskassen und Banken – der Energiewende tatkräftig Aufwind verleihen.

Yves Grebenarov Leiter Investments