Wasserkraft - die Energiequelle für die Zukunft

schweizstrom steht für Wasserkraft. Wir erklären, warum die älteste Energiequelle auch in Zukunft eine herausragende Rolle spielen wird.

Stichhaltige Argumente für noch mehr Wasserkraft.

Ohne Strom funktioniert in unserem Alltag fast nichts mehr. Wenn unsere Gesellschaft mehr Strom brauchen will, als zur Verfügung steht, dann gefährdet dies die Stabilität unserer Stromversorgung. In seiner Energiestrategie 2050 setzt der Bund deshalb einerseits auf eine Reduktion des Verbrauchs über eine effizientere und haushälterische Nutzung von Energie, im Hinblick auf eine sichere und nachhaltige Zukunft setzt er andererseits auf regenerative Energiequellen. Wasserkraft ist in der Schweiz die wichtigste erneuerbare Energiequelle – die wichtigste Energiequelle überhaupt. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der Schweiz mit dem Ausbau der Wasserkraftnutzung begonnen und besonders in den Jahren 1945 bis 1970 entstanden zahlreiche Laufkraftwerke und Speicheranlagen. Während damals die Wasserkraft fast 90 Prozent des hiesigen Energiebedarfs deckte, so sind es aktuell immerhin noch rund 60 Prozent. Dieser Anteil soll gemäss Energiestrategie 2050 wieder steigen.

Wasserkraft ist ökologisch nachhaltig

Wasserkraft ist nicht nur einfach erneuerbar. Wasserkraft fördert saubere Luft. Die Emission von Treibhausgasen – das sind neben CO2 auch Methan, Lachgas und 19 weitere Gase – sind bei der Wasserkraft derart gering, dass man sie als nahezu CO2-frei bezeichnen kann. Auch beim Wirkungsgrad hat die Wasserkraft die Nase vorn. Die Turbinen und Generatoren eines Wasserkraftwerkes können bis zu 90 Prozent der Wasserkraft in elektrische Energie umwandeln. Dafür braucht es wenig Ressourcen. Dass die Nutzung von Wasserkraft einen Einfluss auf Landschaft und Natur hat, ist klar. Es zeigt sich aber, dass unter anderem aufgrund von Massnahmen der Wasserwirtschaft für die schonende Nutzung der Wasserläufe diese sich sogar positiv auf ökologische Parameter wie die Biodiversität auswirken kann.

Wasserkraft ist wirtschaftlich nachhaltig

Wasserkraft ist einheimisch. Sie wird hier produziert mit einheimischen Arbeitskräften und die Erträge fliessen zu fast 100 Prozent in die Schweizer Wirtschaft. Weil Wasserkraft einheimisch und erneuerbar ist, sind die Produktionskosten weitgehend unabhängig von den Wechselkursschwankungen gegenüber dem Dollar und von den Preisschwankungen importierter Energieträger Öl, Gas oder Uran. In der Schweiz profitieren gerade auch strukturschwache Randregionen von der Wasserkraft. Sie bringt ihnen heute wichtige Einnahmen in Form von Steuern, Abgeltungen, Investitionen und Löhnen. Zudem werden Wasserkraftanlagen wie Stauseen vermehrt touristisch genutzt – sei es als Ausflugsziel für Wanderer und Segler oder für Besichtigungen von an Technik interessierten Besucherinnen und Besuchern.

Zu guter Letzt leistet die Wasserkraft einen wesentlichen Beitrag für den Hochwasserschutz. Bei starken Niederschlägen können Stauseen und auch die Staustufen in Flüssen grosse Mengen an Wasser zurückhalten und damit Überflutungen verhindern oder zumindest dämpfen.

Wasserkraft komplementiert Sonne und Wind

Neben der Wasserkraft fördert der Bund auch andere erneuerbare Energien wie die Sonnen- und die Windenergie. Dabei kommt der Wasserkraft eine zentrale Rolle zu. Während Sonne und Wind stark wetterabhängig sind, kann Wasserkraft nicht nur gespeichert werden, die Leistung von Wasserkraft ist auch enorm schnell änderbar. Speicherkraftwerke zum Beispiel können ihre Leistung bis zu mehreren 100 Megawatt pro Minute drosseln oder ankurbeln. Damit eignen sich Wasserkraftwerke ausgezeichnet zum schnellen Lastausgleich aufgrund von Verbrauchsänderungen, aber auch aufgrund wechselnder Wetterverhältnisse.

Somit sind wir überzeugt, dass die älteste genutzte Energiequelle auch gleich die Energiequelle der Zukunft bleibt.

Yves Grebenarov Leiter Investments