Strombeschaffung - jetzt könnte der Zeitpunkt optimal sein!

Seit Februar 2016 kannte die Marktpreisentwicklung nur eine Richtung, nämlich nach oben.
Ist jetzt, nachdem sich die Preise in den letzten Tagen etwas erholt haben, ein günstiger Zeitpunkt um zu beschaffen? „In den letzten 3 Jahren ist der Strompreis im Frühjahr immer gesunken und danach wieder gestiegen“, sagt Urs Gehrig von schweizstrom.

Betrachten wir die Energiepreisentwicklung in den letzten fünf Jahren, so sehen wir, dass der Preis seit Januar 2014 bis zur Februar 2016 gesunken ist, um danach bis in den Herbst 2018 wieder deutlich zu steigen. Seither scheinen sich die Preise einigermassen einzupendeln. Aber es ist noch zu früh, um von einer Stabilisierung des Strompreises zu sprechen.

(Die European Energy Exchange (EEX) ist die führende europäische Energiebörse) https://www.eex.com/de/marktdaten/strom/futures/phelix-deat-futures#!/2019/03/19

Die Preisentwicklung im Jahresverlauf

Die Kunst ist es, den richtigen Zeitpunkt für die Beschaffung zu finden. In den letzten Jahren haben einige Kunden aufgrund der Unsicherheit lange zugewartet und mussten zum Jahresende unter Druck, unabhängig des Preises, beschaffen. Gut beraten waren diejenigen, welche frühzeitig zu einem günstigen Zeitpunkt eingekauft haben.

Letztes Jahr beispielsweise stiegen die Preise nach einer kleinen Baisse im Frühling den ganzen Sommer und Herbst kontinuierlich an. Die Gründe dafür waren vielfältig, wie wir im Blog „Die Energiepreise schiessen nach oben. Warum?“ erklärten. 

 

Schauen wir uns die Preiskurven der letzten Jahre einzeln an.

2014 sank der Preis von Januar bis in den April um die 4 Euro pro Megawattstunde, nach einem kleinen Aufbäumen sank der Energiepreis bis Juli nochmals um etwa einen Euro. Volatil ging es weiter und endete im Dezember nach einer Preisspitze Anfang des Monats auf dem gleichen Preisniveau wie im Sommer.

2015 zeichnete sich von Mitte Januar bis August durch eine relativ flache, konstante Preiskurve aus, danach sanken die Preise kontinuierlich.

2016 erlebten wir von Februar bis April die Baisse um die 21 Euro pro Megawattstunde, danach stieg der Energiepreis immer wieder steil an.

2017 blieb der Energiepreis in der ersten Jahreshälfte mit kleinen Aufs und Abs relativ stabil und stieg dann ab August kontinuierlich an.

2018 hatten wir im Frühjahr eine kurze Senkung des Energiepreises, ab April stieg der Preis wieder an.

Fazit: Aufgrund der Preisentwicklung der letzten Jahre ist kein eindeutiges Muster erkennbar. Dennoch lässt sich jeweils in den Frühlingsmonaten, zumindest in den letzten drei Jahren, eine kleine Senkung der Energiepreise im Jahresvergleich ausmachen.

Und 2019?

Zum Jahresbeginn 2019 zeigten die Terminmarktpreise für Strom einen leichten Abwärtstrend. Importrestriktionen in China, befürchtete Handelsstreite und ein steigender Nationalismus drücken die Nachfrage. Der Preisrückgang bei der Kohle liess auch den europäischen Gasmarkt nachgeben.

Was die Emissionsrechte angeht, schaut der Markt derzeit vor allem nach Grossbritannien. Wohin manövriert sich Grossbritannien mit ihrem Austritt aus der Europäischen Union? Steht Europa in Zukunft immer wieder ein solch heisser und trockener Sommer bevor wie im 2018? Und werden die Winter wärmer? Wie stark beeinflusst die deutsche Energiepolitik den Energiepreis?

Angesichts der Marktlage und der vielen Unsicherheiten könnten die nächsten Wochen einen guten Zeitpunkt liefern, um sich um die Strombeschaffung zu kümmern und den Liefervertrag für die nächsten Jahre abzuschliessen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und lassen Sie sich beraten.