Am Wasser gebaut

Liestal mit EBL Gebäude Vogelperspektive

Die Schweiz gilt mit ihren Alpen als Wasserschloss Europas. Die «flüssige» Energiegewinnung spielt eine entscheidende Rolle – mehr denn je im Rahmen der Energiestrategie des Bundes. schweizstrom-Kunden beziehen ausschliesslich Strom aus Wasserkraft.

Am 11. März 2021 feierte die Welt einen traurigen Jahrestag: Zehn Jahre zuvor löste ein Erdbeben in Japan eine gewaltige Sturmflut aus. Das Kernkraftwerk Fukushima wurde geflutet, was zur Kernschmelze von drei von sechs Reaktoren führte. Die zweite grosse Atomkatastrophe nach Tschernobyl im Jahr 1986 löste europaweit eine Kehrtwende für die weitere Planung der Energiezukunft aus - frei nach dem Motto: Weg von der Atomkraft, her mit den Alternativen! In der Schweiz entstand nach viel politischer Diskussion eine Energiestrategie, die auf die Senkung des generellen Energieverbrauchs, eine bessere Energieeffizienz sowie den Ausbau von Wasser-, Sonnen- und Windkraft setzt.

Bei diesem ambitionierten Vorhaben hat die Schweiz aufgrund ihres Wasserreichtums mehr als nur einen Joker in der Hand: Auf nur gerade 0,6 % der Fläche Europas speichert die Schweiz beachtliche 6 % des gesamten Süsswassers auf dem Kontinent. Und wo Wasser in der Schweiz in Bewegung gerät, fliesst oft auch Strom.

Sauberer Strom mit Tradition

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Eidgenossenschaft mit dem Ausbau der Nutzung der einheimischen Wasserkraft. Zur Mitte des 20. Jahrhunderts konnten so fast 90 % des Energiebedarfs gedeckt werden. Heute stammt nach wie vor mehr als die Hälfte des in der Schweiz produzierten Stroms aus Wasserkraft, was sie zur mit Abstand wichtigsten inländischen Energiequelle macht. Mit 96 % macht die Wasserkraft auch den Löwenanteil an der erneuerbaren Stromproduktion im Inland aus. Symbolisch für diese geballte schweizerische Wasser-Power stehen die gigantischen Staumauern von Grande Dixence im Wallis oder im Valle Verzasca im Tessin, die auch beliebte touristische Ausflugsziele sind. In Kombination mit einer Vielzahl von Kraftwerken verschiedenster Grösse in der ganzen Schweiz, die sich die Bewegung von Fliessgewässern zu Nutze machen, tragen diese Staukraftwerke massgebend zur Stromproduktion bei.

Doppelt nachhaltig

Auch in ökonomischer Hinsicht ist die Wasserkraft nachhaltig – in der Schweiz wie auch in Europa. Oftmals profitieren wirtschaftliche Randgebiete, die in Form von Steuern, Abgaben, Investitionen und Salären Einnahmen generieren, in besonderem Mass von der Wasserkraft. Überdies ist diese auch die beständigste der erneuerbaren Energien. Im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen sind Stau- und Flusskraftwerke bedeutend weniger wetterabhängig. Da Wasserkraft gespeichert werden kann, eignet sie sich im Bedarfsfall zum schnellen Lastenausgleich bei starken Verbrauchsschwankungen oder wechselnden Wetterverhältnissen.

Die EBL, das Mutterhaus von schweizstrom setzt sich seit langem aktiv für den Klimaschutz und die Energiewende ein. Ein Kapitel dieser Bestrebungen ist, dass die Kunden von EBL-Tochter schweizstrom ausschliesslich Energie aus Wasserkraft aus der Schweiz und Europa beziehen. Und das Wasser ruht nicht: Die EBL fördert und investiert laufend in die Weiterentwicklung der Wasserkraft sowie auch in die weiteren erneuerbaren Energien.

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