Hilfe durch den Gesetzes- und Fördergeld-Dschungel

Besonders für Grossverbraucher, aber auch für KMU wird Energieeffizienz zu einem wichtigen Thema: Viele Kantone haben ihr Energiegesetz gemäss den Mustervorschriften der Energiedirektorenkonferenz und den neuen Vorgaben durch das Bundesgesetz angepasst. Energieingenieur Bruno Vogt hilft durch den Gesetzes- und Fördergeld-Dschungel.

Herr Vogt, wo und für wen gibt es Fördergelder?

„Ob Grossverbraucher oder KMU, wer Geld in die Energieeffizienz investiert, kann nicht nur Energie sparen, sondern darf auch auf diverse Fördermittel hoffen. Nur: Es herrscht ein wahrer Dschungel an Geldgebern, -töpfli und Bestimmungen. Die Förderprogramme sind oft geografisch, thematisch und zeitlich beschränkt und an komplexe Bedingungen geknüpft. Es sind verschiedenste Akteure involviert. Wer sich nicht regelmässig damit beschäftigt, hat Schwierigkeiten, die Möglichkeiten auszuschöpfen. Hier können wir helfen. Wir analysieren, wo Ihr Unternehmen Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz hat, identifizieren Massnahmen und deren Wirtschaftlichkeit und mögliche Förderbeiträge. Da neben der Komplexität auch die Bedingungen und Anforderungen, um Fördergelder zu erhalten, regelmässig verschärft werden, lohnt es sich, die Themen Energieeffizienz und Emissionsreduktion rechtzeitig anzugehen.“

Was bedeuten die Zielvereinbarungen für Grossverbraucher?

Bruno Vogt: „Unternehmen, die über 500’000 Kilowattstunden Elektrizität nutzen oder über 5 Million Kilowattstunden Energie für die Wärmeproduktion einsetzen, gelten als Grossverbraucher. Sie können auf Basis der kantonalen Energiegesetze zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz und zur Verminderung der CO2-Emissionen verpflichtet werden. Erfüllt ein Grossverbraucher bestimmte Bedingungen, kann er im Gegenzug von der Rückerstattung der CO2-Abgaben und der Netzzuschläge profitieren.

Obwohl der Umgang mit den Grossverbrauchern kantonal geregelt ist, bleibt die Umsetzung des so genannten Grossverbrauchermodells schweizweit ähnlich und unterscheidet sich je nach Kanton nur in Nuancen. Es gibt drei Wege, wie ein Grossverbraucher den Anforderungen des Gesetzgebers nachkommen kann: die Zielvereinbarung mit dem Bund, eine Kantonale Zielvereinbarung oder eine Energieverbrauchsanalyse.

Wir von schweizstrom unterstützen die Unternehmen dabei, herauszufinden, welche dieser drei Wege für sie in Frage kommen und welcher am besten zu ihrem Unternehmen passt.“